17 May

Olympia für den schnellsten Mann ohne Beine

Oscar Pistorius lächelt, wenn er die Bezeichnung “schnellster Mann ohne Beine” hört. Für ihn ist das nicht politisch inkorrekt, sondern eine Auszeichnung. Als Kleinkind mussten ihm beide Beine amputiert werden, das hat ihn aber nicht davon abgehalten eine Karriere als Leichtathlet anzustreben. Bei den Paralympics hat er schon mehrfach gewonnen, aber sein neues Ziel ist noch ehrgeiziger: Die Teilnahme an der klassichen Olympiade. Gelingt es ihm sich nächste Woche für das Team von Südafrika zu qualifizieren wird er diesen Sommer in China als “Nicht behinderter” antreten. Das ist auch sein Selbstverständnis: “Ich bin nicht behindert, ich habe nur keine Beine”.
Über seine Teilnahme gab es allerdings auch einige Diskussionen, nicht weil er benachteiligt sei, sondern ganz im Gegenteil, weil er durch seine Prothesen erhebliche Vorteile gegenüber “normalen” Sportlern hätte. Eine wissenschaftliche Untersuchung hatte festgestellt, dass ihm die Prothese aus Carbon bis zu 20% effektiver machen würde. Eine weitere Studie hat dies aktuell widerlegt. George Dvorsky erläutert, warum er die Teilnahme von Pistorius an der Olympiade dennoch für falsch hält: Why I think Pistorius should not be allowed to compete at the Olympics
Wenn dies alleine nicht schon cyberpunkig wäre, so ist es spätestens sein Spitzname auf dem Feld: Bladerunner.

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